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blasted.de – Wichtelblaster 2014

Zum zweiten Mal gab es bei blasted.de zu Heiligabend 2014 einen Wichtelblaster, mit dem sich die Mitglieder der Community gegenseitig beschenkt haben. Grundlage sollte ein Blaster für nicht mehr als 15 Euro sein – Moddingmaterial nicht einberechnet, denn das hat man ja zuhause. Ausgelost wurde anonym durch die Glücksfee, wer also von wem bewichtelt wird, erfährt man vorher nicht und oft kennt man auch den Beschenkten auch nicht (persönlich). Eine großartige Idee… und was da für unglaubliche Blaster dabei herausgekommen sind, kann auf blasted.de bestaunt werden. Aber kommen wir nun zu dem Blaster, den ich gebaut habe. Ich wollte einen Blaster in HR Gigers biomechanoiden Stil bauen und dazu ursprünglich eine Nerf Dart Tag Snapfire nehmen, da die bereits schon eine ziemlich perfekte Form hat. Da die aber den preislichen Rahmen gesprengt hätte (und ich die nur ungern hergebe), habe ich mich für die Nerf Dart Tag Sharp Shot entschieden.
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Da ich hier die Form der Snapfire vermisste, habe die die Sharp Shot erst einmal in Form gebracht. Ich habe mit JB Kwik oben an den Schlitten und unten an die Verkleidung Winkel (PVC-L-Profile) angeklebt, die Form vorgezeichnet und alles Unnötige weggeschliffen.
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Den Rand der Mündung mitsamt kurzem Innenlauf habe ich herausgetrennt und eine neue Mündung aus zwei ineinander passenden Elektroinstallationsrohrsteckmuffen (wasfüreinwort) gebaut, die ich vorher mit JB Kwik zusammengeklebt habe.
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Da ich mit der Form nicht ganz zufrieden war, habe ich auf den Rücken … ähm Schlitten einen Kamm aus 1,5 mm PVC-Platten geklebt und wieder mit in die gewünschte Form geschliffen. Das gleiche habe ich auch mit der “Schwanzspitze” gemacht. Ich bin nun mit der Form zufrieden. An die untere Verkleidung habe ich eine Verschalung geklebt, dazu habe ich einfach eine kleine PVC-Platte in Streifen geschnitten und mit Modellbaukleber angeklebt.
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Für die Tentakel entlang der Mündung und darum herum habe ich Green Stuff verwendet. Ich befürchte, da ist ne ganze 100g Packung draufgegangen (es sind weit mehr Tentakeln, wie auf dem folgenden zwei Bildern zu sehen sind). Für die Strukturen und Muster auf den Tentakeln hatte ich mir speziell den Roll Maker bei Green Stuff World bestellt. Ein tolles Teil, das wird mit Sicherheit auch bei anderen Projekten Anwendung finden.
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Als nächstes habe ich an den aufgeklebten PVC-Platten der vorderen Verkleidung und des Schlittens mit Milliput Standard die Übergänge modelliert und in eine skelettartige Form gebracht.
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Das war mir noch zu langweilig, so habe ich noch weitere Strukturen mit Milliput aufgebracht. Oft genug habe ich mir gewünscht, das Milliput würde an den Blaster genauso gut kleben wie an meinen Fingern… aber Modellierpinsel (Colour Shapers) waren dabei eine echt große Hilfe… und nach einiger Übung und der Erweiterung des Wortschatzes meiner Nachbarn um einige Flüche und Schimpfwörter hat das auch ganz gut geklappt.
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Immer noch zu langweilig… noch mehr Struktur… wieder mit dem Modellierpinsel.
Eine Verschalung wie am unteren Teil der Verkleidung habe ich auch oben angebracht, eine Abdeckung über dem Lauf, ebenfalls mit PVC-Streifen.
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Eigentlich wollte ich ja noch viel mehr Struktur einbringen, aber das Liquid Green Stuff erwies sich dann doch als zu flüssig… oder ich hatte einfach nicht das richtige Werkzeug, um es aufzubringen.
Als nächstes habe ich mit Green Stuff an die obere Verkleidung weitere Tentakel geklebt und die Skelettform und Strukturen des Schlittens mit Milliput weitergeführt. Das vordere Teil hab ich in einem Arbeitsgang geformt. Damit die beiden Blasterteile nicht zusammenkleben, habe zwischen die beiden Teile ein Stück Folie gelegt, bevor ist sie zusammengeschraubt habe. Im Ganzen habe ich mindestens ein Päckchen Milliput verbraucht.
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Da das eher ein Vitrinenstück sein soll, musste natürlich ein Ständer für den Blaster her, den ich aus 3 mm PVC-Platten gebaut habe. Als Kleber habe ich ganz normalen Modelbaukleber verwendet.
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Der Blaster war somit fertig, fehlt nur noch Farbe…
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Nachdem alle Teile komplett mit 240er Sandpapier angeschliffen, gewaschen und getrocknet waren, habe ich die Teile mit Army Painter Primer Black grundiert.
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Alle noch sichtbaren, ursprünglichen Blasterteile und den Ständer habe ich mit Revell Aqua Color Eisen (36191) trockengebürstet. Die Griffschalen bekamen ebenfalls eine Trockenbürstung mit Revell Aqua Color Granitgrau (36169). Die Vertiefung in der Griffschale bekam einen kleinen Farbakzent in Revell Aqua Color Lichtgrün (36155). Die biomechanoiden Teile habe ich mit Vallejo Game Color Bone White (72034) so angemalt, dass in den Vertiefungen nicht viel Farbe eingedrungen ist und stellenweise das Schwarz der Grundierung zu sehen ist. Eigentlich nichts anderes als Trockenbürsten, nur mit mehr Farbe.
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Zuletzt habe ich die biomechanoiden Teile mit Vallejo Game Color Skull White (72001) trockengebürstet. Beim nächsten Bild sieht man gut den Unterschied: Das Teil oben ist mit und das unten ohne.
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Die Tentakel habe ich mit Revell Aqua Color Dunkelgrün (36363) und die Spitzen mit Revell Aqua Color Seegrün (36148) trockengebürstet.
Auf einen Klarlack zur Versiegelung der Farben habe ich verzichtet. Es wären dadurch die ganzen matten / halbmatten / unmatten Farbeffekte verloren gegangen. Das anschließend mit mattem Klarlack wieder hinzubekommen, wäre sehr aufwendig gewesen. Bei Blastern, die bespielt werden, ist Klarlack aber auf alle Fälle zu empfehlen. Nachdem alle Teile bemalt waren, kam der Zusammenbau. Für eine bessere Leistung habe ich zusätzlich die Feder einer Lanard Shell Shock eingebaut. Für eine bessere Optik habe ich schwarze “China-Darts” verwendet.
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Ich habe mich wirklich schweren Herzen von diesem Blaster getrennt, aber die Gewissheit, dass ich damit jemand Anderen eine sehr große Freude gemacht habe, hat es mir dann doch leicht gemacht. Außerdem habe ich selbst was ganz Tolles bekommen…
Mein_Wichtelblaster
Dazu vielleicht später mehr… ein Review.